Jury 2026
Internationaler Animationsfilm

Maximilian Breckwoldt
Maximilian Breckwoldt ist ein in Berlin ansässiger Kulturarbeiter und unabhängiger Wissenschaftler. Seit 2023 arbeitet er mit dem Festival of Animation Berlin und organisiert den Berlin Animation HUB, ein Branchenevent, das sich auf die Vernetzung von Animator:innen und Produzent:innen konzentriert. Sowohl 2023 als auch 2024 hielt Maximilian beim Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg Workshops zum Thema Film- und Genretheorie. Als Wissenschaftler hat er Arbeiten zur Körperpolitik der Hellraiser-Filme, sowie den Arbeiten von Jane Schoenbrun geschrieben und hat Vorträge bei der Horrorfilmkonferenz Cine-Excess in Birmingham, UK, gehalten. Außerdem arbeitet er mit dem queeren Filmverleih Salzgeber zusammen und hilft bei der Organisation des Queerfilmfestivals und schreibt für das queere Filmmagazin sissy.

Pia Djukic
Pia Djukic ist künstlerische Leiterin und Mitbegründerin des Festival of Animation Berlin (FAB) und Kunst- und Deutschlehrerin am Primo – Levi – Gymnasium, in Berlin Weißensee. Sie ist auch Animatorin und hat nach ihrem Lehramtsstudium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Universität Stuttgart ein Studium der Animationsregie an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF abgeschlossen.
Mit ihrem praktischen und ästhetischen Filmwissen und ihrer didaktischen Erfahrung als Lehrende spielte sie eine Schlüsselrolle bei der Konzeptentwicklung der Plattform „Kurzfilm im Klassenraum“ und deren hochflexiblen Kompatibilität für den Unterricht.

Nadezhda Svirskaia
Nadezhda Svirskaia wurde in Naberezhnye Chelny, UdSSR geboren. Sie arbeitet als Kuratorin und Produzentin von Animationsprojekten. Nach ihrem Studium der Journalistik an der Staatlichen Universität Kasan, erlangte sie einen Abschluss als Kunstkuratorin an der Schule für zeitgenössische Kunst „Freie Werkstätten“ am Moskauer Museum für moderne Kunst. Von 2001 bis 2022 organisierte Nadya, von Moskau aus, Ausstellungen, Vorführungen und thematische Veranstaltungen zur künstlerischen Animation in Zusammenarbeit mit Museen, Galerien und Festivals in verschiedenen Städten. 2019 gründete sie zusammen mit Freunden das internationale nomadische Mikrofestival Shcha 7 Seconds Animated Films, das auf dem Big Cartoon Festival, dem Animafest Zagreb, dem StopTrik Festival, Zubroffka, Supertoon, dem Countryside Animafest Cyprus und dem Festival of Animation Berlin (FAB) präsentiert wurde.
Im Jahr 2022 nahm sie am Artist-in-Residency-Programm an der Akademie der bildenden Künste Wien teil. Nadya engagiert sich im politischen Animationsaktivismus und ist gegen die russische Invasion in der Ukraine. Seit 2022 lebt sie in Berlin.

Carole Lunt
Mit ihrem Philosophie Abschluss in der Tasche und als leidenschaftliche Kinogängerin, verließ Carole Lunt 96 Paris für Berlin und gründete das Festival Les Rencontres internationales Paris-Berlin mit, bevor sie mehr als 15 Jahren für die Französische Filmwoche bei Filmauswahl und Organisation tätig war. Im Rahmen ihrer Aktivitäten beim Büro für Film und Medien des Instituts français Deutschland wurde sie Mitbegründerin von Women Making Games und arbeitete mehrere Jahre lang an vom DFJW geförderten Workshops zwischen jungen Gymnasiasten aus Frankreich und Deutschland und nahm an zahlreichen Projekten rund um Videospiele und virtuelle Realität teil. Ein offenes Ohr für individuelle Geschichten
die durch das filmische, audiovisuelle und literarische Schaffen getragen werden oder auch nicht, Carole Lunt unterrichtet und beteiligt sich an der Verbreitung von künstlerischen und kreativen Projekten.

Marina Belikova
Marina Belikova ist eine in Berlin lebende Medienkünstlerin, die sich auf visuelles Geschichtenerzählen durch handgezeichnete und 2D-Animation, Fotografie, Illustration und Mischtechniken spezialisiert hat. Sie hat einen M.F.A. in Medienkunst und Design von der Bauhaus Universität Weimar. Ihr Abschlussfilm, die Öl-auf-Glas-Animation The Astronaut’s Journal, wurde in über zehn Ländern gezeigt, darunter Animafest Zagreb, Fantastopia und Capital City Film Festival, und erhielt mehrere internationale Auszeichnungen.
Ihre Foto- und Mixed-Media-Arbeiten beschäftigen sich mit Themen wie Erinnerung, menschlicher Präsenz in urbanen Räumen und den unsichtbaren Spuren und Geschichten, die im Alltäglichen verweilen. Ihre Fotoserien wurden für den Sunny Art Prize (2021) nominiert, erhielten den Bauhaus Essentials Prize (2016) und wurden in verschiedenen internationalen Ausstellungen gezeigt (ART From ELSEWHERE, Hero Mother, Fringe Arts Bath, oh my data und andere).
Seit mehreren Jahren ist sie Teammitglied des FAFF (Factual Animation Film Festival), sitzt in der Jury und produziert die Berliner Ausgabe. Außerdem hält sie Vorträge und Workshops über die Geschichte der dokumentarischen Animation und verschiedene analoge Techniken. Neben ihrer Arbeit als Art-Direktorin bei TTS betreibt Marina eine unabhängige Kunstpraxis.

Dina Goder
Dina Goder is a journalist, curator and educator. She studied at the Russian Academy of Theatre Arts and has ever since been theatre critic. Since 2002 Dina has been head of the School for Culture Journalism founded by ProArte St-Petersburg. In 2007 Dina became the Artistic Director of Big Cartoon Festival in Moscow, the biggest Russian International Animation Festival, and member for expert council of Michail Prochorov Foundation for Culture Initiatives in Russia. She also started an educational animation focused project in Tel Aviv/Israel and has been teaching history and contemporary animation at School-Studio Shar in Moscow. Dina has published on theatrical and animation subjects in numerous Russian and international media and served on juries in international festivals on both disciplines.
Deutscher Animationsfilm

Julia Falero
Julia Falero ist Kulturarbeiterin, Moderatorin und Filmkuratorin mit Sitz in Berlin. Mit über fünf Jahren Erfahrung bei Filmfestivals, darunter der Berlinale, hat sie sowohl mit Regisseur:innen, Produzent:innen als auch mit Fachleuten der Branche zusammengearbeitet. Doch ihre wahre Leidenschaft liegt auf der Bühne, wo sie Filmemacher:innen die unterhaltsamen und unerwarteten Fragen stellt, die die besten Gespräche anregen.

Tillmann Orion Brehmer

Veronika Samartseva
Veronika Samartseva ist eine Animationsfilmregisseurin und Künstlerin, die vorzugsweise mit analoger Cut-out-Animation arbeitet.
Nach ihrem Studium der Animation an der Filmuniversität Babelsberg war sie Gründungsmitglied des Talking Animals Collective und lehrte an der Europäischen Fachhochschule Berlin. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem nächsten Kurzfilm, gefördert von der Staatsministerin für Kultur und Medien sowie von Hessenfilm im Studio TORP.

Gábor Steisinger
Gábor Steisinger lernte die ersten Schritte auf dem Gebiet des Animationsfilms im Pionierfilmstudio, das von Rolf Birn geleitet wurde und im DEFA Studio für Trickfilme seiner Heimatstadt Dresden. Kurz vor der friedlichen Revolution schloss er noch das Studium der Animation an der damaligen Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam Babelsberg ab, bevor es ihn in die große Welt trieb. Als Character Animator arbeitete er zuerst im Don Bluth Studio in Dublin, Irland, später auch als Storyboarder und Character Designer für FOX Animation Inc. und Disney in den USA. Kurz nach der Jahrtausendwende tauchte Gábor wieder in der alten Welt auf. Seitdem lebt er in Berlin und arbeitet freiberuflich an hauptsächlich deutschen Trickfilmproduktionen für Kino und TV als Designer, Storyboarder und in letzter Zeit immer öfter auch als Regisseur.
Neue Talente

Sophia Schönborn
Sophia Schönborn ist eine Animatorin und Illustratorin aus Berlin. Sie absolvierte ihr Studium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und schloss es mit ihren Filmen Spacedogs (2017) und NRUT (2025) ab. In ihren Arbeiten erforscht sie die Poesie der Bewegung und des Formats.
Sie erfindet gern kleine Welten und arbeitet derzeit als Regisseurin und Character Designerin im kollektiv gefu?hrten Studio monströös.

Bela Bulgakova
Bela Bulgakova, auch bekannt als Bela Unclecat, ist eine in Berlin lebende Künstlerin, die in den Bereichen Comic, Illustration und Animation arbeitet. Ihre Arbeiten verbinden autobiografisches Erzählen mit surrealen Bildern, Humor und metaphorischem Weltenbau. Sie studierte Film an der Kunsthochschule für Medien Köln und hat einen Hintergrund in angewandter Mathematik. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Comics, Künstlerbüchern und experimentellem visuellen Erzählen.

Stefan Vogt

Saman Aboutalebi
Saman Aboutalebi is an animation artist, music composer, art lecturer, graphic designer, and Producer. Since 2001, his work has been showcased at international festivals, and since 2003, he has collaborated with animation and game studios.He became a permanent member of ASIFA in 2011 and is currently teaching 2D and 3D techniques at the School of Art Berlin.

Ines Christine Geißer
Ines Christine Geißer wurde 1982 in Naila geboren. Sie studierte Comic und Trickfilm an der Kunsthochschule Kassel und schloss 2013 mit einem ku?nstlerischen Abschluss im Bereich Trickfilm ab. Anschließend wurde sie Meisterschu?lerin von Prof. Martina Bramkamp. Seit 2009 arbeitet sie gemeinsam mit ihrer Schwester Kirsten Carina Geißer unter dem Künstlerinnennamen kiin. an Animationsfilmen, Comics und mehr. Sie lebt und arbeitet in Kassel.

Fidan Akhundova
Fidan Akhundova schloss im Jahr 2013 ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Aserbaidschan mit einem Bachelor-Abschluss in Illustration ab. Im Jahr 2014 erhielt sie ein DAAD-Stipendium und zog nach Deutschland, um ihr Studium fortzusetzen und einen Master-Abschluss an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft zu erwerben. Von 2016 bis 2021 studierte sie Pädagogik an der FH Potsdam. Ihr erster Animationsfilm „The Crow“ gewann 2020 mehrere Preise. Seit 2021 arbeitet Fidan als ehrenamtliche Illustratorin für verschiedene Organisationen und Aktivist*innen aus Aserbaidschan, die sich mit politischen, menschenrechtlichen und feministischen Themen beschäftigen.
Im Jahr 2022 vertrat sie den aserbaidschanischen Pavillon auf der 59. Kunstbiennale in Venedig mit einem Thema über Frauenrechte. Im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit, sei es Pädagogik oder Kunst, steht der Mensch in seiner ganzen Ambivalenz und Brüchigkeit.

Veronica Solomon
Veronica Solomon ist eine Animationsfilmemacherin mit deutsch-rumänischen Wurzeln, die derzeit in Tampere, Finnland, lebt. Nach dem Abschluss ihres ersten Studiums mit einem Diplom in Bildender Kunst, hat sie unterschiedliche kreative Berufe ausgeübt: von Kostümdesign und Szenenbild über Comicsfestivalleitung, bis hin zur Illustration und schließlich Animation für Fernsehen und Werbung.
Während und nach ihrem zweiten Studium an der Filmuniversität Babelsberg produzierte sie allein oder in kleinen Teams mehrere Kurzfilme und Musikvideos, die auf internationalen Filmfestivals präsentiert und ausgezeichnet wurden. In ihrer Arbeit beschäftigt sich Veronica hauptsächlich mit der Darstellung psychologischer und sozialer Phänomene mithilfe von Symbolen, Metaphern und skurrilen Gestalten.
Pink Panda

Matthias Daenschel
Matthias Daenschel wurde 1970 in Mannheim geboren. Er begann seine künstlerische Laufbahn mit einer Ausbildung zum Theatermaler an der Schaubühne in Berlin. Nach drei Jahren Tätigkeit als Theatermaler an der Wiener Staatsoper studierte er Animation an der HFF in Potsdam.
Seit 25 Jahren arbeitet er als freiberuflicher Animator und Filmemacher für Kino- und Fernsehproduktionen, für Werbe- und Erklärfilme sowie für Theater-, Musik- und Opernproduktionen. Seine preisgekrönten Kurzfilme werden auf Festivals weltweit gezeigt.
Umfangreiche Beispiele seiner künstlerischen Arbeit finden sich auf seiner Webseite.

Michael Beyer
Michael Beyer, a.k.a. Mic Lololand lebt und arbeitet als freier Comiczeichner und Animator in Berlin und hat in seinem früheren Leben einmal Architektur studiert. Für den Jaja Verlag schreibt und zeichnet er seit 15 Jahren die Comicserie um den finsteren Schurken Papa Dictator. Für das Futurium, das Museum für Kommunikation und weitere Berliner Museen entwickelte er in den letzten Jahren Animationsfilme und Comicfiguren. In seinen Live Performances kombiniert er seine musikalische Ader mit Animation und interaktiver Installation.

Felicia Bergström
Felicia Bergström ist eine in Berlin lebende und arbeitende schwedische Künstlerin, Animatorin, Regisseurin und Filmemacherin. Sie studierte Animationsregie an der Filmuniversität Babelsberg. Im Rahmen ihrer künstlerischen Arbeit schafft sie verschiedene Arten audiovisueller Projekte, die von immersiven Videoinstallationen und Live-Performances bis hin zu klassischen narrativen und experimentellen animierten Kurzfilmen für Einzelbildschirme und Virtual Reality reichen. Mit ihren Werken versucht sie, die Grenzen des bewegten Bildes zu erforschen und zu erweitern.

Sabine Huber
Sabine Huber wurde 1963 geboren, studierte Kommunikationsdesign an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart und Animation an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 1992 arbeitet sie als freie Regisseurin für diverse Fernsehsender.
Zu ihren Arbeiten gehören der Film Das Flederschwein in der Unterwelt und das Musikvideo Zehn kleine Jägermeister für Die Toten Hosen.
Als Dozentin für Trickfilm unterrichtete sie unter anderem am Rocky Mountain College in Denver, Colorado.
Animierter Auftragsfilm

Jost Althoff
Jost Althoff ist Mitglied im Talking Animals Kollektiv. Nach einer kurzen, herzlichen Festivalkarriere animiert er seit 2010 hauptsächlich für verschiedene Fernsehformate, zumeist im Kinderfilmbereich. Neuerdings auch in der Wissenschaftserkenntnisvermittlung. Nach Möglichkeit arbeitet er zur Zeit zudem an seinem ersten abendfüllenden Comic.

Julia Müller

Aleta Rajič
Aleta Rajič wurde 1990 in Čapljina, Bosnien und Herzegowina, geboren. Sie studierte englische Sprache und Literatur sowie Kunstgeschichte an der Universität Mostar, Bosnien und Herzegowina. Das Animieren erlernte sie gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer Mutter, die viele Jahre lang zusammen im Bereich Animation tätig waren.
Natural Selection (2019) ist ihr Debüt als animierter Kurzfilm, den sie selbst inszenierte und animierte. Chronicity (2024) ist ihr bislang jüngster animierter Kurzfilm. Beide Filme wurden auf zahlreichen Festivals (unter anderem in Annecy) präsentiert und ausgezeichnet. Seit jungen Jahren ist sie zudem aktiv an der Organisation des Animationsfilmfestivals NAFF beteiligt.



